Tag 2 begann anders als Tag 1. Entspannter und gleichzeitig anstrengender.
Denn bevor auch nur ein Balken verschraubt wurde, hatte ich bereits einen kompletten Arbeitstag hinter mir.

Und trotzdem: Genau dieser Tag hatte einen ganz besonderen Moment.
Den Moment, in dem aus einzelnen Wandelementen mein Raum wurde.

Vom Chaos zum Grundriss, der Raum nimmt Platz ein

Eigentlich war der Plan ambitioniert:
Der Raum sollte an Tag 2 komplett fertig werden… Okay ehrlich gesagt war der originale Plan das Ding an einem Tag da hinzuzimmern.
Wir konnten am zweiten Tag erst am Nachmittag starten, also lag der Fokus klar auf dem Zusammenbau der einzelnen Elemente und dem Aufbau des Raums im Wohnzimmer. Zusätzlich haben wir die Tür zusammengebaut.

Und dann stand er plötzlich da.
Nicht mehr als Teile an der Wand gelehnt, sondern als Raum, der genau den Platz einnimmt, den er einnehmen soll.

Spätestens da war klar: Jetzt wissen wir, wie eng es wirklich ist im Wohnzimmer.

Ein Raum und ein ziemlich unbequemer Gedanke

Es gab an diesem Tag keinen klassischen „Wow, das wird großartig“-Moment.
Aber es gab etwas anderes. Etwas, das uns alle kurz still gemacht hat.

Dieser winzige Raum, in dem später meine Sprecherkabine stehen wird, entspricht in der deutschen Tierhaltung dem Lebensraum, der einem Schwein sein Leben lang als „genug“ zugeschrieben wird (eigentlich ist der Raum sogar größer).

Und laut wirtschaftlichen Standards könnten darin:

  • etwa 7 Hühner gehalten werden
  • 14, wenn man noch eine Etage einzieht

Das war… schockierend.
Ein Gedanke, den man nicht einfach wegschiebt, wenn man plötzlich mittendrin steht.

Die Tür. Oder: Upsi.

Natürlich lief nicht alles nach Plan.
Die größte Überraschung: Die Tür passt nicht so, wie sie geplant war.

Die Maße sind anders als gedacht, also hieß es: improvisieren.
Upsi.

Dazu kam, dass das Holz durch nicht optimale Lagerung ziemlich feucht war.
Ergebnis:

  • Balken machen Bögen
  • nichts ist ganz gerade

Auf dem Papier waren alle Striche gerade.
In unseren Köpfen auch. 

Dazu kam noch ein Fußboden, der alles andere als ebenmäßig war.

In der Realität ist jetzt alles ein bisschen krumm, ein bisschen schief, aber es hat Charme.

Schrauben, Nachkäufe und sanfter Realitätskontakt

Ein kleiner Krisenmoment durfte natürlich nicht fehlen.

Die Schrauben, die wir für den Türbau hatten, wollten sich einfach nicht richtig festziehen. Also nochmal los zum Baumarkt. Neue Schrauben. Neuer Versuch.

Am Ende haben wir eine Lösung gefunden, die gut funktioniert. Der Rahmen Hält und die Rigidurplatten konnten angebracht werden. 

Baustelle Wohnzimmer: mit Bauaufsicht

Der Aufbau im Wohnzimmer war… sagen wir: logistisch anspruchsvoll.

Wir mussten genau planen:

  • was kippen wir wohin?
  • welches Teil passt gerade noch durch?
  • was lagern wir kurz im Flur oder Schlafzimmer?

Immer mit dabei: unsere Bauaufsicht.
Husky Elli und Französische Bulldogge Bai haben alles gründlich überwacht, beschnuppert und offensichtlich für akzeptabel befunden.

Ohne offizielle Abnahme wäre hier sowieso nichts weitergegangen.

Gefühl nach Tag 2 – Vorfreude statt Zweifel

Im Vergleich zu Tag 1 war ich:

  • motivierter
  • ruhiger
  • unglaublich gespannt

Auch wenn wir nicht fertig geworden sind:
Jetzt steht ein Raum. Und ich kann mir zum ersten Mal wirklich vorstellen, darin zu sitzen und aufzunehmen.

Die Akustik kommt erst noch. Basotect, Molton, Technik, Lüftung.
Aber der wichtigste Schritt ist getan.

Wie geht es weiter?

Als Nächstes:

  • Tür einbauen (und hoffen, dass sie passt)
  • Akustik
  • Technik
  • Feinschliff

Und die große Frage:
Wie viele Bautage brauchen wir noch?

Fortsetzung folgt.
Mit sehr viel Spannung und hoffentlich einer funktionierenden Tür. 

Der erste kleine Vlog ist auf Instagram @laura_spricht schon zu sehen. Folg mir dort gerne für mehr visuelle Einblicke!