Mein erstes Hörbuch: Behind the Scenes von „Schläppchen in Badelatschen“
Mein erstes Hörbuch. Vier Stimmen. Und ein Roman, der mich von der ersten Seite an erwischt hat.

„Schläppchen in Badelatschen“ von Tamara Till war für mich ein ganz besonderes Projekt und gleichzeitig eine Premiere. Denn es ist das erste Hörbuch, das ich als Sprecherin eingesprochen habe. Hier nehme ich dich mit hinter die Kulissen der Produktion.

Worum geht es in „Schläppchen in Badelatschen“?

Maja ist 16, zieht mit ihren Eltern vom Stadtleben aufs Land und landet in einem Dorf, das ruhiger wirkt, als es ist.
Im örtlichen Kunstradverein findet sie schnell Anschluss und lernt Leonie kennen: diszipliniert, unerschütterlich, bewundernswert.

Zwischen den beiden entsteht eine stille, tiefe Freundschaft. Doch während Maja aufblüht, droht Leonie an Erwartungen, Erinnerungen und an sich selbst zu zerbrechen.
Dazu kommt Leonies Exfreund. Jung, rastlos, voller Energie. Kein klassischer Märchenprinz. Oder vielleicht doch?

Tamara Till erzählt hier eine Geschichte über Freundschaft, Leistungsdruck, Überforderung und die Frage, was Nähe wirklich bedeutet. 

Das Team hinter den Stimmen

Das Hörbuch lebt von vier Stimmen. Zwei Frauen, zwei Männer. Jede Figur bekommt ihre eigene Sprecherin, ihren eigenen Sprecher.

Das ist bei Hörbüchern mit mehreren Charakteren keine Selbstverständlichkeit, und es macht einen riesigen Unterschied im Hörerleben.
Ich durfte Leonie sprechen.
Die anderen Stimmen sind Katrin Klatte als Maja, Jonas Ripplinger als Finn und Buddy Schmidt als Flo.

Wie lief die Produktion ab?

Jede Stimme für sich, im Home Studio
Wir haben nicht gemeinsam in einem Studio gesessen. Jede Sprecherin, jeder Sprecher hat seinen Teil separat aufgenommen. Ich bei mir zu Hause, in meinem Home Studio in Hamburg.

Für mich als Sprecherin bedeutete das, die Beziehung zwischen den Figuren komplett aus dem Text heraus zu entwickeln. Ich muss fühlen, was Leonie in diesem Moment gerade erlebt, auch wenn ich ihre Stimme nie live höre.

Genau da kommt meine Art zu arbeiten ins Spiel. Ich habe keine inneren Bilder, ich arbeite nicht mit Vorstellung, sondern mit Körpergefühl, mit Emotion, mit dem, was der Text unmittelbar in mir auslöst. Bei einem Buch wie diesem, das so viel unter der Oberfläche trägt, war das ein echtes Geschenk.

Eine ganz neue Welt: Kunstradfahren

Ein unerwartetes Highlight der Produktion war, dass ich durch dieses Buch einen wunderbaren Sport kennenlernen durfte, von dem ich vorher kaum etwas wusste: Kunstradfahren.

Tamara hat mich dabei nicht allein gelassen. Sie hat mir geholfen, die richtigen Aussprachen zu lernen und zu verstehen, damit alles stimmig klingt. Sie war dabei unglaublich lieb und geduldig. Während des gesamten Aufnahmeprozesses hat sie immer wieder tolles Feedback gegeben und war eine riesige Unterstützung. Eine solche Zusammenarbeit mit einer Autorin ist keine Selbstverständlichkeit und ich bin sehr dankbar dafür.

Der Prozess im Home Studio

Ich habe pro Kapitel ungefähr eine Stunde aufgenommen.
Auch Schnitt und Mastering lagen bei mir selbst. Jede Sprecherin, jeder Sprecher hat seine eigenen Aufnahmen vollständig eigenverantwortlich bearbeitet und abgeliefert. Das ist ein Arbeitsmodell, das ein hohes Maß an technischem Können und Selbstständigkeit erfordert und gleichzeitig zeigt, wie professionell das gesamte Team aufgestellt war.

Was mich an diesem Projekt besonders bewegt hat

Leistungssport, Erwartungsdruck, das Gefühl, an Anforderungen zu zerbrechen, die man sich vielleicht selbst gestellt hat. Das sind Themen, die nicht nur 16-Jährige kennen. Tamara schreibt das ohne erhobenen Zeigefinger, ohne einfache Antworten.

Und genau das macht es als Sprecherin so interessant: Es gibt keine Momente, in denen die Figuren einfach „gut“ oder „schlecht“ sind. Alles ist im Fluss.
Leonies innere Zerrissenheit einzusprechen war eine der schönsten Aufgaben, die mir dieses Projekt geschenkt hat. Leonie ist extrem ehrgeizig und das ist etwas, womit ich mich sofort identifizieren konnte. Gerade in meiner Teeniezeit war das ein riesiges Thema für mich, und ich wusste damals nicht recht, wie ich damit umgehen sollte.

Tamara Till schreibt dieses Gefühlsspektrum so sympathisch, so authentisch und vor allem so ehrlich, dass ich es in vollen Zügen genossen habe, Leonie zu sprechen.

Wann und wo kann man das Hörbuch hören?

„Schläppchen in Badelatschen“ von Tamara Till – wann und wo ihr das Hörbuch hören könnt, gibt Tamara persönlich bekannt. Folgt ihr am besten auf Instagram, damit ihr nichts verpasst.

Oder, auch super: Kauft euch das Buch direkt bei Amazon.

Dort findet ihr auch schon die nächsten Bände!

Erstes Hörbuch. Erste Produktion dieser Art. Und trotzdem – oder gerade deshalb ein Projekt, das sich von Anfang an richtig angefühlt hat.
Ich freue mich riesig, dass ihr bald meine Stimme in diesem Buch hören könnt.

 

Und falls ihr selbst Auftraggeber seid, die nach einer Sprecherin für euer nächstes Hörbuch suchen: Schreibt mich gerne an! Ich bin buchbar über laura-spricht.de.