Die letzten Wochen waren geprägt von intensiver Studioarbeit und einer sehr konkreten Auseinandersetzung mit dem eigenen Instrument. Wenn ich auf frühere Beiträge zurückblicke, in denen es noch um den physischen Aufbau des Studios ging, wirkt das fast wie eine andere Phase. Dabei liegt nur eine kurze, aber äußerst dichte Zeit dazwischen.

Das Studio als Arbeitsgrundlage

Mein Studio ist vollständig aufgebaut und funktionstüchtig. Vor allem aber hat es sich im Alltag bewährt. Die zentrale technische Erkenntnis dieser Phase ist eindeutig: Akustik ist die Basis von allem.

Ein sauber behandelter Raum sorgt dafür, dass die Aufnahmen bereits im Rohzustand stabil und klar sind. Die Nachbearbeitung reduziert sich dadurch auf ein Minimum.
Wenn das Fundament stimmt, bleibt mehr Raum für die eigentliche Arbeit an der Stimme, statt Zeit mit technischer Schadensbegrenzung zu verbringen.

Gerade bei längeren Sessions macht diese Qualität den entscheidenden Unterschied.

Physis und Präzision: Die Baustelle Kiefer

Die Arbeit am Mikrofon ist Handwerk und dieses Handwerk findet im Körper statt. Eine ehrliche Bestandsaufnahme der letzten Wochen: Mein Kiefer ist massiv verspannt.
Das ist kein Detail, sondern ein relevantes Problem, da diese Spannung direkten Druck auf den Kehlkopf ausübt.

Saubere Artikulation unter diesen Bedingungen aufrechtzuerhalten, ist körperlich anspruchsvoll. Aktuell liegt mein Fokus darauf, die Muskulatur gezielt zu entspannen und die Kontrolle über den Stimmapparat zu stabilisieren. Es geht um das Zusammenspiel von Kiefer, Zunge, Atem und darum, wie sich dieses Instrument formen lässt, um in unterschiedlichen Genres authentisch zu klingen, ohne an Präzision zu verlieren.

Diese Arbeit ist nach außen kaum sichtbar, entscheidet aber maßgeblich über Belastbarkeit und Stimmqualität.

Erste bezahlte Projekte

Die intensive Auseinandersetzung mit Technik, Stimme und eigenen Demos hat zu den ersten bezahlten Synchronjobs geführt. Den Einstieg bildeten kleinere Rollen in Hochformat-Serien. Kurz darauf folgte die erste Hauptrolle in einer solchen Serie, die ich in mehreren Nachtschichten eingesprochen habe.

Diese Phase war eine steile Lernkurve. Sie hat mir erneut gezeigt, dass Professionalität nicht durch Behauptung entsteht, sondern durch das konsequente Durchziehen fordernder Sessions. Auch dann, wenn Konzentration und körperliche Ressourcen gefordert sind.

„Existence“ – Die Rolle der Lilia

Das Hörspiel „Existence – Das ewige Leben“ von Luca Snow ist inzwischen vollständig erschienen. Als Teil des Hauptcasts spreche ich die Rolle der Lilia.

Die Entwicklung dieser Figur und insbesondere die Dynamik im Zusammenspiel mit ihrer Schwester Siletha stellten hohe Anforderungen an emotionale Kontrolle und Nuancierung. Das Projekt war sowohl künstlerisch als auch produktionstechnisch eine intensive Erfahrung und eine wertvolle Lernkurve.

Wer das Projekt unterstützen möchte:
Im Smokeys Shop ist das Hörspiel erhältlich. Mit dem Affiliate-Code Bea5 gibt es dauerhaft 5 % Rabatt. Über diesen Code bin ich am Verkauf beteiligt.

Ausblick

Aktuell produziere ich neue Demos und vertiefe mich weiter in die Audioproduktion. Der Prozess ist motivierend, weil er kontinuierlich zeigt, wie viel Feinjustierung und Wissen in diesem Beruf steckt.

Die nächsten Schritte sind klar und ich bin gespannt, wohin sie führen.